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900 grundierte, geschliffene und doppelt-lasierte Zaunlatten, ein verputztes Haus, ein gestrichenes Gartenhäuschen und eine grüne Hauswand: Das ist das Ergebnis des diesjährigen Baueinsatzes in Dorohoi, das sich durchaus sehen lassen kann. Unsere Produktivität wurde lediglich durch zwei Tage Regenwetter gebremst – aber dank unserer ungebremsten Motivation konnten wir diesen Rückstand am letzten Arbeitstag fast gänzlich wieder aufholen.

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Neben diesen sichtbaren Ergebnissen sind Einblicke in die rumänische Gesellschaft, Inspiration für das persönliche geistliche Leben und neue Koch- und Backideen auf der Haben-Seite zu verbuchen.

Nach einer 24-stündigen Autofahrt durch vier Länder sind wir also am frühen Morgen des 08.Oktober mit 16 Leuten im HCI-Kinderdorf in Dorohoi, Rumänien, angekommen. Der „Jetlag“ war bei den einen schneller und bei den anderen weniger schnell überwunden, aber nichtsdestotrotz freuten wir uns alle auf eine arbeitsreiche Woche und vor allem auf das Kennenlernen des Lebens und der Familien im Kinderdorf. Die Familien: Das sind vier Frauen aus Deutschland, Österreich und den USA, die seit den 90ern (Halb-)Waisenkinder aufnehmen und ihnen in der Dorfgemeinschaft ein intaktes Familienleben und eine Perspektive für die Zukunft bieten. Leider blieben uns fürs Kennenlernen immer nur ein paar wenige Stunden am Abend, da die Kinder sehr viel für die Schule zu tun hatten und sie dadurch oft bis spät gelernt haben. Trotzdem schafften sie es, uns mit ihrer Gastfreundschaft und Offenheit zu überraschen und mit guter Laune immer wieder anzustecken. Als wir etwas frustriert waren, da wir an zwei Tagen wegen des Regens nicht arbeiten konnten, wurde uns beispielsweise gedankt, dass wir „den Regen mitgebracht“ hätten, der in der Gegend lange ausgeblieben und gerade für die ärmere Bevölkerung extrem wichtig war.

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An zwei Abenden hörten wir die beeindruckenden Geschichten der Mütter, die aus ganz verschiedenen Hintergründen, aber mit der gleichen Begeisterung für Gottes Wirken und Liebe zu den verlassenen rumänischen Kindern in die Stadt Dorohoi gekommen waren. Das Projekt HCI nimmt guten und segensreichen Einfluss auf die Stadt und das Umland, aber auch auf das Leben vieler einzelner Menschen, und es ist schön, dass wir in Saarbrücken durch Gebet, Spenden und Baueinsätze dazu beitragen können.

Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam mit allen Kinderdorfbewohnern und Helfern. Nur die süßen Kätzchen mussten leider draußen bleiben. Es wurde gespielt, gesungen und erzählt und zum Schluss wurden wir herzlich eingeladen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei!

Christine und Corinna